Teilhabemanagerin unterstützt Geflüchtete

F6. Teilhabemanagement (Gemeinsam klappt´s)

Im Rahmen der Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ haben Kommunen, welche im Rahmen der Initiative „Gemeinsam klappt’s“ eine geschäftsführende Stelle eingerichtet haben, die Möglichkeit, Stellen für Teilhabemanager/Teilhabemanagerinnen zu beantragen. Die Teilhabemanagerinnen und Teilhabemanager sollen die Bedarfe der Geflüchteten ermitteln, ihnen Wege der Qualifizierung, Ausbildung und Beschäftigung aufzeigen und dabei ihre lebensweltliche Situation berücksichtigen sowie ihre Motivation steigern.

 

Unser Ziel

Unterstützung aus einer Hand

Das Teilhabemanagement soll die Bedarfe und Angebote vor Ort konkretisieren und steuern.

Wo ist das Teilhabemanagement eingebettet?

Das Teilhabemanagement ist in die Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ eingebettet und stellt den Förderbaustein 6 dar. Kommunen, welche im Rahmen der Initiative „Gemeinsam klappt’s“ eine geschäftsführende Stelle eingerichtet haben, haben die Möglichkeit, Stellen für Teilhabemanager und Teilhabemanagerinnen zu beantragen.

Die Kommunen der Initiative „Gemeinsam klappt’s“ unterstützen Flüchtlinge, die keinen Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch haben, nicht mehr der Schulpflicht unterliegen, nicht an Sprach- und Integrationskursen teilnehmen oder eine Ausbildung machen können und damit keinerlei Perspektive für ihre berufliche Qualifizierung haben.

Die Teilhabemanager und Teilhabemanagerinnen sind wesentlich für die Konkretisierung der Bedarfe und Angebote vor Ort, da im Rahmen eines rechtskreisübergreifenden Casemanagements Hilfeleistungen aus einer Hand gesteuert und aufeinander aufgebaut werden können. Damit nimmt das Teilhabemanagement eine Schlüsselrolle in der Vernetzung ein.

Das Teilhabemanagement bei einer Unterhaltung

Die 6 Umsetzungsbausteine
der Landesinitiative "Gemeinsam klappt's"

Jugendliche werden von einer Teilhabemanagerin gecoacht

Wer beteiligt sich an „Gemeinsam klappt's“?

Insgesamt beteiligen sich an „Gemeinsam klappt’s“ 21 der 22 kreisfreien Städte, 24 von 31 Kreisen (einschließlich der Städteregion Aachen) mit insgesamt 253 kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie sechs Städte und Gemeinden ohne ihren Kreis. Vor Ort haben geschäftsführende Stellen Bündnisse unter anderem mit der Kommune, Bildungsträgern, Jugendmigrationsdiensten, Berufskollegs, örtlichen Ausländerbehörden und Jobcentern gegründet sowie Bedarfs- und Bestandsanalysen durchgeführt. Zusätzliche Maßnahmen können durch die Förderbausteine der Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ angeboten werden. „Gemeinsam klappt’s“ gibt in 6 Umsetzungsbausteinen Anregungen für eine gute Praxis in den Kommunen.

Die Wissenschaftliche Begleitung des Teilhabemanagements

FAQ - Förderbaustein 6 Teilhabemanagement (Gemeinsam klappt´s)

Die wichtigsten Fragen & Antworten
(Sachstand: 19.05.2020)

Die Teilhabemanagerinnen und Teilhabemanager können direkt bei den Kommunen oder bei Partnerorganisationen, zum Beispiel der Freien Wohlfahrtspflege oder einem Zweckverband angesiedelt werden, aber nicht bei den Jugendmigrationsdiensten (JMD), weil das von Seiten des Bundes als Doppelförderung bewertet werden würde. Die Entscheidung darüber, wer wo eingesetzt wird, trägt die Kommune.

Die Anzahl der Stellen, die beantragt werden können, orientiert sich am FlüAG-Schlüssel. Pro 100 geduldeter geflüchteter Menschen im Alter von 18 bis einschließlich 27 Jahre wird eine Stelle gefördert (Schlüssel 1:100). Kreisfreie Städte, Kreise und kreisangehörige Städte und Gemeinden mit einer geschäftsführenden Stelle erhalten zur Umsetzung des Teilhabemanagements jedoch mindestens eine halbe Stelle. Bei 75 zu betreuenden Personen und mehr ist davon auszugehen, dass der Aufwand vor Ort die Förderung für einen vollen Stellenanteil rechtfertigt.

Es wird aktuell eine Datenbank erarbeitet, die den Kommunen zur Verfügung gestellt wird. Diese soll die Passgenauigkeit von Angebot und Nachfrage für den Bildungsverlauf der einzelnen Geflüchteten stärken.

Dies muss individuell in der Kommune organisiert werden.

Nein. Die Anzahl der THM richtet sich nach der Anzahl der Geduldeten, die bei der ersten Antragstellung zugrunde lag. Diese Zahl der ersten Antragstellung „friert ein“.

Nein, es können nur Personalausgaben abgerechnet werden.

Nein, Antragsteller für Baustein 1 – 5 und Baustein 6 sind nicht unbedingt identisch. Auch Kommunen, die kein Teilhabemanagement haben, können einen Antrag für die Bausteine 1-5 Stellen.

Der Fördersatz beträgt bis zu 90 Prozent, das heißt Haushaltssicherungskommunen können bei Baustein 6 (Teilhabemanagement) einen Eigenanteil von nur 10 Prozent erbringen.

Straftäter sind ausgeschlossen. Personengruppen, die nicht mitwirken, werden nicht kategorisch ausgeschlossen.

Bei der Fortsetzung jährlich wiederkehrender, ganzjähriger Maßnahmen, für die im Haushaltsplan des Vorjahres Ausgaben bereitgestellt worden sind und eine Änderung der Fördervoraussetzungen nicht eingetreten ist, handelt es sich um eine Fortsetzungsmaßnahme. Der Antrag muss bereits in 2019 gestellt und bewilligt worden sein.

Der Jugendliche wird auch bei einem Rechtskreiswechsel weiterhin durch den Teilhabemanager begleitet. Wäre dies nicht der Fall könnten Prozesserfolge nicht nachhaltig dargestellt werden.

Hierfür ist eine gute Kooperation und Kommunikation mit der Ausländerbehörde ein erfolgversprechender Ansatz. In der Regel wirken die Ausländerbehörden in "Gemeinsam klappt´s" in der Bündniskerngruppe mit.

Die Kooperation mit der Ausländerbehörde ist zwingend, um die Straftäter auszuschließen.

Downloads

Der Förderantrag für den Förderbaustein 6 und alle Förderbausteine auf einen Blick stehen Ihnen auf der Internetseite der Bezirksregierung Arnsberg zur Verfügung. Nutzen Sie hierfür unsere Verlinkung:

Förderbaustein 6

alle Förderbausteine auf einen Blick

Nähere Informationen zur wissenschaftlichen Begleitung können Sie dem Informationsblatt entnehmen:

Informationsblatt wissenschaftliche Begleitung

Das Handbuch zum Teilhabemanagement können Sie direkt auf dieser Seite herunterladen:

Handbuch zum Teilhabemanagement

Eine Übersicht zu zertifizierten Instituten, die in/um NRW Case-Management-Weiterbildungen (mit Abschlusszertifikat) anbieten, finden Sie hier:

Übersicht zertifizierte Institute mit NRW Case-Management-Weiterbildungen

Informationen zum Projekt "Aus eigener Kraft", seine Einbettung in die Landesinitiative und das dem zugrunde liegende Empowermentverständnis sowie bisherige und geplante Projektaktivitäten können Sie der folgenden Zwischendokumentation entnehmen. 

Zwischendokumentation der Aktivitäten im Projekt "Aus eigener Kraft" (Stand: 24.06.2020)