Fünf junge Geflüchtete berichten in den kommenden Tagen in einer Video-Serie über ihren Weg in Ausbildung und Arbeit.

Video aus Lünen: Junge Geflüchtete „starten durch“

"Durchstarten in Ausbildung und Arbeit" ist eine gemeinsame Initiative des Arbeitsministeriums (MAGS) und Integrationsministeriums (MKFFI) und wird landesweit umgesetzt. Das Land stellt 50 Millionen Euro für die Arbeitsmarktintegration junger Geflüchteter zur Verfügung. Seit Sommer 2020 werden in den 53 Kreisen und kreisfreien Städten Angebote für Geflüchtete im Alter von 18 bis 27 Jahren gefördert, die bislang von Angeboten des Regelsystems zur Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung ausgeschlossen sind. 

In Lünen bereiten sich Hajar Bouamri und Assala Lhaiba auf eine Pflegeausbildung vor. Das Innovationsfondsprojekt „PfaFF - Pflegeausbildung für Frauen mit Fluchthintergrund“ beim „Caritasverband Lünen-Selm-Werne e.V“ unterstützt sie hierbei. Der erfahrene Träger wird im Rahmen der Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ gefördert, um geflüchteten Menschen den Weg in die Berufswelt zu ebnen. Die beiden Teilnehmerinnen werden durch fachbezogene Sprachkurse, u.a.zu medizinischen Termini und Vermittlung wichtiger Praxisteile, gezielt auf die Ausbildung in der Pflege vorbereitet.

Hajar Bouamri hat in Marokko einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften absolviert und im Kundenservice gearbeitet bevor sie vor knapp 1,5 Jahren nach Deutschland floh. In Zukunft möchte sie als Pflegefachkraft arbeiten, könnte sich aber auch vorstellen, irgendwann ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Assala Lhaiba hat in Marokko ihr Abitur abgeschlossen, lebt seit knapp 3 Jahren in Deutschland und möchte nach der Ausbildung gerne als Pflegefachkraft im Krankenhaus oder im Seniorenzentrum arbeiten.

„Die Initiative ‚Durchstarten‘ ermöglicht uns, im Rahmen unseres Modellprojektes ‚PfaFF‘, dass diese Frauen überhaupt in Deutschland eine berufliche Perspektive entwickeln können“, betont Gisela Weiß, Projektleiterin und pädagogische Mitarbeiterin. Sie berichtet, wie wichtig eine gezielte Förderung insbesondere im Bereich Fach- und Bildungssprache ist, um Ausbildungsabbrüchen gezielt entgegenzuwirken. In den regulären Sprachkursen fehlt der Fokus auf Fach- und Bildungssprache häufig. Das Modellprojekt setzt genau hier an, damit die Integration in den Arbeitsmarkt nachhaltig gelingt. Insbesondere im Pflegebereich, mit einem hohen Mangel an Fachkräften werden dringend motivierte Menschen wie Assala Lhaiba und Hajar Bouamri gesucht.

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