Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie

 

 

Änderung der Förderrichtlinie und Verlängerung des Durchführungszeitraumes

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Coronavirus-Pandemie hat uns in den vergangenen Wochen in Nordrhein-Westfalen alle privat wie beruflich vor großen Herausforderungen gestellt. Das hat auch Auswirkungen auf die Planungen und Vorbereitungen der integrations- und arbeitspolitischen Maßnahmen im Rahmen der Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“.

Wir wissen, dass Planungen zurzeit kompliziert sind, weil unklar ist, wann die Pandemie abklingt und wie sich die Situation bei den Trägern anschließend vor Ort gestaltet.

Wir wollen Sie in dieser Situation unterstützen. Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände wurden folgende Rahmenbedingungen geändert:

  • Die Verwendung der Zuweisung der sog. „Integrationspauschale“ gemäß §14cTeilhabe- und Integrationsgesetz ist um ein Jahr verlängert worden. Demnach sind nun Maßnahmen im Zeitraum 1. Januar 2019 bis zum 30. November 2021 abrechenbar. Das bedeutet, Sie haben nun die Möglichkeit, den erforderlichen kommunalen Eigenanteil in den Landesprogrammen im Bereich Integration, wie die Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“, auch im Jahr 2021 darüber finanzieren zu können.
  • Zugleich haben wir Änderungen in der Förderrichtlinie vorgenommen und den Durchführungszeitraum der Initiative verlängert, so dass nun eine Förderung bis zum 31.12.2022 möglich ist. In begründeten Einzelfällen kann die Förderung sogar über dieses Datum hinaus erfolgen. (Weitere Informationen finden Sie in den FAQs unter: https://www.durchstarten.nrw/service/faq)
  • Des Weiteren ist die Richtlinie in Bezug auf den Förderbaustein 3 und 4 geändert worden. Dabei haben wir Hinweise von Ihnen und den Volkshochschulen aufgegriffen. (Die geänderte Richtlinie und den geänderten Förderaufruf finden Sie unter: https://www.durchstarten.nrw/service/richtlinie-und-antragsdokumente)


In der nächsten Ausgabe des Ministerialblattes werden diese Änderungen der Richtlinie veröffentlicht werden.

Inzwischen gibt es erste Überlegungen seitens der Landes- und Bundesregierung, wie wir im öffentlichen Leben schrittweise zur Normalität zurückkehren können. Für diesen Fall wollen wir im Hinblick auf die Maßnahmen von „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ gut vorbereitet sein.

Zwar führen die Auswirkungen der Pandemie dazu, dass sich bestimmte Förderbausteine und Arbeiten derzeit nicht umsetzen lassen. Andererseits ist es möglich, einige Prozesse, vorbereitende Arbeiten oder Beratungsgespräche digital abzuwickeln. Viele von Ihnen sind schon entsprechend mit der Umsetzung gestartet. Mit Blick auf die Zielgruppe und die Zielsetzung der Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ ist es wünschenswert, dass die Unterstützung und Förderung der jungen Menschen so früh wie möglich beginnt. Deshalb empfehlen wir grundsätzlich eine Umstellung auf digitale Prozesse, wo immer möglich.

In diesem Sinne bieten wir gerne unsere Unterstützung an und wollen uns bei einer
Telefonkonferenz mit Ihnen darüber auszutauschen:

  • Wie stellt sich die Situation bei Ihnen vor Ort dar und mit welchen Schwierigkeiten haben Sie zurzeit zu kämpfen?
  • Wie ist ihr Planungsstand und ihre Überlegungen bezüglich des Starts der Maßnahmen von Durchstarten vor Ort?
  • Wie können wir Sie bei Ihren Vorbereitungen und ggf. digitalen Umsetzung unterstützen?

Wir planen zusammen mit der G.I.B., der LAKI sowie der Bezirksregierung
Telefonkonferenzen jeweils mit etwa zehn Kreisen und kreisfreien Städte. Wir werden dazu in Kürze auf Sie zukommen. Im Fokus soll ein Austausch zur allgemeinen Situation und zum Umsetzungstand sowie Möglichkeiten der digitalen Arbeit mit den Teilnehmenden bei Ihnen vor Ort stehen.

Unabhängig davon bitte kommen Sie jederzeit auf uns zu. Wir haben volles Verständnis für Ihre derzeitige Situation und werden jede Antragstellende und jeden Antragstellenden im Einzelfall unterstützen und eine Lösung finden.

Wir schätzen Ihr Engagement bei den Planungen der Maßnahmen und Projekte im Rahmen der Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ sehr und freuen uns, trotz der aktuell besonders belastenden Situation bald mit Ihnen die Förderbausteine der Landesinitiative gemeinsam umsetzen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Kulozik                                                                                                          Jadranka Thiel

Gruppenleiter „Ordnung auf dem Arbeitsmarkt                                    Gruppenleiterin „Integrationspolitische
und Arbeitsmarktpolitik“                                                                                    Infrastruktur“
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales                                   Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und
Nordrhein-Westfalen                                                                                            Integration Nordrhein-Westfalen

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Zusätzlicher Online-Schulungsblock "Empowerment in der Arbeit als Teilhabemanager*in (THM)"

Aufgrund der hohen Nachfrage gibt es einen weiteren Schulungsblock (V) "Empowerment in der Arbeit als Teilhabemanager*in (THM)".

 

 

Das Projekt "Aus eigener Kraft" verfolgt das Ziel die Perspektive der Geflüchteten in den Fokus zu stellen.

Nähere Informationen können Sie der Zwischendokumentation vom 24.06.2020 und dem Flyer entnehmen.